HELL OVER HAMMABURG VII / 01.03.2019 – Hamburg, Markthalle, Tag 1

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Philipp: Das diesjährige HELL OVER HAMMABURG ist wieder ein ausverkauftes Fest mit zahlreichen Höhepunkten – und kommt dabei ohne alteingesessene Headliner aus. Überhaupt spielen dieses Jahr keine „alten Helden“, was dann ja doch sehr für einen gesunden Zustand der Szene spricht. Mir fällt dieser Umstand auch erst im Nachhinein auf, denn während des Festivals renne ich im Grunde geflasht von Band zu Band. Es gelingt mir tatsächlich, von JEDER Band wenigstens etwas zu sehen, wobei ich mehrere richtig gute Konzerte frühzeitig verlassen muss oder halt erst spät komme. Am nervigsten sind wohl die Überschneidungen MAGIC CIRCLE und MEGA COLOSSUS sowie von DEAD CONGEGATION mit GATEKEEPER. Aber am ersten Tag spielt sich das Geschehen zum Glück ausschließlich in der (großen) Markthalle ab, das ist wesentlich besser für meine Nerven.

Torsten: Um bei meinem ersten Erscheinen beim HoH ja nichts zu verpassen, habe ich extra Urlaub genommen und komme am Freitag ausgeruht und entspannt an der Markthalle an.

Doppelbericht von Torsten und Philipp, Fotos von Jan ML folgen...

 

Philipp: Trotzdem bleibt ein Stressaspekt: Der Beginn von TYRANEX um fucking vier Uhr! Wer soll das schaffen? Offenbar alle außer mir, denn als ich in die Markthalle stürme, ohne mir vorher ein Bier zu holen oder die Toilette aufzusuchen, ist diese bereits knackvoll. Jan und Alex verpassen TYRANEX komplett, da sie noch entspannt ihr Wegbier auslöffeln. Ich sehe zwar nur anderthalb Songs, aber die sind die pure Thrash-Metal-Hölle! Zwischen EXCITER und DESTRUCTION dengeln die Schwed*innen, schreddern entfesselt und haben bereits die gesamte Besucherschaft auf ihrer Seite. Sängerin/Gitarristin Linnea Landstedt kreischt wie besessen und strahlt Heavy-Metal-Leidenschaft aus. Maniac! Ich bin trotz der kurzen Dosis derart angefixt und überzeugt, dass ich danach gleich zwei der drei TYRANEX-Alben abernte.

Torsten: Es wird langsam Zeit den Saal zu entern, aber vorher müssen noch ein paar Schlucke Bier den Schlund hinunter und ein paar Worte mit anderen anwesenden Freaks gewechselt werden. Die Laune (und der Pegel) steigt und Bock hab ich eh schon seit langem. Also ab Richtung Bühne, wo schon TYRANEX einstöpseln. Die SchwedInnen haben vor gar nicht allzu langer Zeit schon mal in Kiel gezockt. Allerdings war meine Wenigkeit nicht dabei. Seeeeehr schade! Denn der Thrash-/Speed-Metal ballert mir richtig gut einen vor'n Latz! Superfies-geil schnelles Riffing schreddert einem die letzten Krümel des eben noch vertilgten Franzbrötchens aus dem Bart! Angereichert mit melodiöseren Twin-Guitar-Attacken entwickelt die Band ihren ganz eigenen Reiz. Schon hier, am very begin, wird klar: der Sound ist prima, der Mob feiert, die Band ist gut drauf – und das soll das gesamte HoH auch so bleiben. Allen voran schreit sich Frontfrau Linnea die Kehle wund – und das geile daran ist: sie klingt echt wie Rush's Geedy Lee; nur eben wütender und thrashiger. (Ja! Voll der treffende Vergleich! Anm. Philipp) Klasse Einstieg ins Festival!

 

Philipp: FAUSTCOVEN sind mir bisher lediglich vom Namen bekannt. Schnell steht fest, dass wir es mit einem der typischen HELL-OVER-HAMMABURG-Geheimtipps zu tun haben. Wobei es die Band bereits seit 2002 aktiv ist, hier habe ich also geschlafen (und sie zudem auf dem 2014er HOH verpasst). Im extremeren Bereich finde ich persönlich es auch schwieriger, stets informiert zu sein, allein schon weil so viel rechter Müll dabei ist. Von NSBM-Bezügen habe ich im Falle FAUSTCOVEN noch nichts gehört (bitte Info/Kommentar, falls es da doch was gibt). Die Norweger zocken schwarzen Doom, im Grunde echten Heavy Metal, der finster und bedrohlich wirkt. Besonders die Präsenz des Sängers zieht die Hörer*innen in den Bann, aber eben auch die Substanz der Songs. Sehr heavy, dreckig rockend, teilweise auch primitiv im Sinne früher HELLHAMMER und/oder BATHORY. Songs wie „Under The Pagan Hammer“ oder „Sign Of Satanic Victory“ kriechen unter die Haut und verwenden die okkulten Klischees gekonnt. Die Tonträger gehen danach schneller weg als Bier auf ‘nem TANKARD-Konz.   

Torsten: Mittlerweile ist es voller geworden, viele kommen jetzt von der Arbeit und stürzen sich in Feierlaune ins metallische Gewimmel. FAUSTCOVEN are next: geiler, unleserlicher Schriftzug und tolles Coverartwork auf Shirts und Platten; hat was Blackmetallisches ... - doch so ganz schwarz klingt der Sound der Norweger in meinen Ohren nicht. Hier gibt es viele doomige Einschübe oder Kauz-Metal Versatzstücke. Der Sänger röchelt böse, die Band versucht mitzuhalten. Wobei ich den Eindruck habe, dass nicht alles rund läuft auf der Bühne; es rumpelt dann und wann doch arg. Das mag zwar Charme haben, aber auf Dauer isses mir doch zu "ungeübt". Das schmählert den Genuss doch vernehmlich. Nee, keine Platte für zu Hause ... (ist eh so gut wie ausverkauft) ...- sprich, andere Worshiper hatten mehr Spaß am Krach der Norweger als ich, was aber auch gut so ist!

 

Philipp: Auf WYTCH HAZEL hatte ich mich richtig gefreut, zählen sie doch zu den besten Newcomern der letzten Jahre. Beide Platten mit ihrem WISHBONE ASH-Einschlag: einfach wundervoll, auch der KEEP IT TRUE-Auftritt sehr gelungen. Und die heutige Sause wird gar noch besser! Dabei müssen WYTCH HAZEL auf geliehenen Instrumenten spielen, denn ihre Fluglinie hat ihr gesamtes Gepäck verbaselt. Die Band hätte am Merch sicherlich einen vierstelligen Umsatz erzielt, aber diese Haupteinnahmequelle bricht nun weg. Dennoch verlieren die Engländer nicht ihren Mut, wagen sich in ihren Kartoffelsäcken auf die Bühne – und erobern alle Herzen im Sturm! Eben noch bei FAUSTCOVEN Satan geheilt, jetzt die Faust zu positiven, wenn nicht christlichen Messages erhoben. „Freedom Battle“, „Devil Is Here“, „See My Demons“ = Magie, Gänsehaut! Der Sound ist kristallklar, die Stimme klingt voll, die Twin-Soli kommen überirdisch. Geiler als beim letzten Mal ist es wohl deshalb, weil WYTCH HAZEL mittlerweile selbstbewusster auftreten, zudem mussten sie aufs KIT ohne ihren Bassisten anreisen. Wieder kann man nur darüber staunen, wie inspiriert diese Musiker spielen, und das bereits in diesem Alter (Gitarrist Alex Haslam kann doch gerade erst Anfang 20 sein, oder?). Schlagzeuger Jack Spencer kann die Menge zwar nicht sehen, - er ist tatsächlich blind -, diese sorgt aber dafür, dass er lächelnd von der Bühne geht (bzw. geleitet wird). Eine der drei besten Performances des Wochenendes!

Torsten: Mit den Engländern WYTCH HAZEL wirds nun auch deutlich melodiöser, wenn nicht gar musikalischer. Die Jungs wirken noch sehr jung, zocken aber wie die Alten. Denn hier ist Classic (Hard-) Rock Trumpf! Und das wirklich gelungen! Soviele Thin-Lizzy-mäßige Twin-Guitars hab ich lange nicht gehört. Dazu noch klischeefreie Mitsing-Refrains und toller Gesang – es ist einfach eine Pracht den Musikern zuzuhören/zuzusehen. Die haben auch richtig Spaß auf der Bühne; und das obwohl die Band bei der Anreise vom Pech verfolgt ist, denn Eurowings hat ihr Gepäck verschlampt, sodaß WYTCH HAZEL weder ihre Instrumente noch das Merchandise dabei haben. Echt kacke! Ich glaube so gut wie jeder hier hätte sich gerne was von der Band mit nach Hause genommen. Zum Glück springen andere Bands ein und leihen den symphatischen Engländern ihre Instrumente. So spielen sie sich dann in die Herzen aller Besucher und erleben einen wahren Triumphzug.

 

Philipp: ESSENZ fand ich auf dem 2013er HOH bereits überzeugend. Heute fällt mir das Umswitchen nach der WYTCH-HAZEL-Euphorie nicht ganz so leicht, aber auch dieses Mal gilt, dass diese Band mit konsequenter Negativität agiert. Die langsame Schwärze verdichtet sich zu einem einzigen anhaltenden Ton, fast schon wie bei SUNN O))). Aber dann geht es doch weiter – im Ultra-Schlürf-Beat WINTER’schen Ausmaßes. Für Jan dürften die Lichtverhältnisse mal wieder „schwierig“ sein, gelinde gesagt, denn es herrscht hauptsächlich Gegenlicht. Für die Nicht-Fotograph*innen sieht das stimmig und atmosphärisch aus. Ich denke allerdings mehrere Songs lang, dass Bassist/Sänger G. ST in einer krebsartigen Bückhaltung steht (remember Crabcore?), bis ich durch die Finsternis erkenne, dass er auf einem Hocker sitzt. Beinbruch? Gute Besserung!

Torsten: Mit der nächsten Formation wirds wieder finster - und genau diese Abwechslung macht dieses Festival zu einem Genuß sondergleichen: auf der einen Seite Melodien zum mitsingen und Alte-Schule-Heavy-Metal und auf der anderen Hälfte brutale, dunkle Riffs und wüstes Geballer – congeniale Mischung und alle ham sich lieb! Soooo muß das! No gods, no masters, no assholes; just good music! Nachdem sich alle einig waren, eben was ganz besonderes gesehen und erlebt zu haben, heißt es nun Neues zu entdecken. ESSENZ haben zwar schon drei Scheiben draußen, doch die Berliner sind wahrscheinlich nicht jedem hier ein Begriff. Der heutige Auftritt wird das sicher ändern. Ich sah ESSENZ im letzten Sommer beim PARTYSAN und war mir nach ihrem Auftritt nicht soo sicher, was ich davon halten soll. Soviel brutale Zerstörung und trotzdem irgendwie nicht erfassbar. Da freut es mich, daß ich heute Gelegenheit habe, das ganze nochmal zu erleben. Und siehe da, es ist genug hängengeblieben und heute tauche ich vollends in die Schwärze ein. Was für ein schwarzmetallischer Monolith! Monoton, schnell und vernichtend sowie langsam mahlend; alles vor sich hertreibend, absolut zerstörerisch. Sehr intensiv. Mir kommen die Dänen HEXIS in den Sinn, genauso dunkel und rasend, aber kurz. ESSENZ spielen auf Zeit und verlängern die rasende Monotie. Hinzu kommen Soundcollagen die Ängste schüren und alte Wunden aufbrechen. Im Gegenlicht der Bühnenbeleuchtung wähnt man sich in tiefsten Tiefen. Heftiger, geiler Scheiß!

 

Philipp: Jan und Alex haben sich den PROFESSOR gestern schon auf der Warm-Up-Show im Bambi gegönnt, wo der umtriebige Freak seine MOTÖRHEAD-Songs präsentiert hat. Heute geht es in einem anderen Line-Up durch nahezu den gesamten Kosmos der Chris BLACK-Discographie. Das bedeutet also Stücke von SUPERCHRIST, DAWNBRINGER, PROFESSOR BLACK und – damit hätte ich nicht gerechnet – HIGH SPIRITS. Respekt vor der Songmenge, die Chris für die beiden komplett unterschiedlichen Sets parat hat! Die meisten Magazine haben für die drei gleichzeitig veröffentlichten PROFESSOR-BLACK-Alben sehr zurückhaltende Rezensionen geschrieben. Ich bin im Nachhinein ob der Diskrepanz zwischen diesen Kritiken und der tatsächlichen Qualität der Scheiben geradezu schockiert. Offenbar waren viele Schreiberlinge überfordert oder voreingenommen, denn hier liegt gerade in Bezug auf „I Am The Rock“ sowie „Sunrise“ eine kapitable Fehleinschätzung vor. Live zeigt sich, dass Chris die verschiedensten Spielarten beherrscht: Sowohl den Tribut an Quorthon samt tiefer und erhabener Backgroundchöre als auch den an Leif Edling in Form vertonter Melancholie. Aber natürlich auch schlichte Kick-Ass-Attacken, wie sich nicht nur am Zugabenblock (nach kurzer Umziehpause in S/W-Klamotten) mit den HIGH-SPIRIT-Klopfern „High Spirits“ & „You Make Love Impossible“ zeigt. Super!

Torsten: Puuuhhh, durchatmen. Bier und Snack (und Geschnack) vertreiben die bösen Geister. Jetzt wieder klassischer Heavy Metal: PROFESSOR BLACK aus den USA. Ich kenn nicht viel Musik von ihm, weiß lediglich, daß hier ein Maniac erster Kajüte an Bord ist. Laut Ohrenzeugen hat er schon am Vortag im Bambi Galore einen fulminanten Gig (mit gänzlich anderen Songs) hingelegt. Das verdient schon vorab Respekt. Heute spielt Mr. Black diverse Songs seiner beinah unzähligen Bands und Projekte. Und auch das wird zu einem Triumpfzug. Unglaublich was der Mann so alles aus dem Ärmel schüttelt. Er worshipped seinen (meinen/unseren) Idolen, seien es Iron Maiden, Candlemass oder Bathory. Das alles total unprätentiös, ehrlich und mit der richtigen Attitüde. Das macht Spaß und reißt mit! Die Markthalle liegt dem Mann zu Füßen. Erst recht als er, nach einer kleinen Pause, mit anderen Musikern und in weiße Hosen gewandet auf die Bühne zurückkehrt. Jetzt weiß hier JEDER was kommt: HIGH SPRITS – alle schmettern gut gelaunt den Refrain mit und feiern sich und die Band! Auch wenn mir der Refrain ein bißchen zuu catchy erscheint, ist es doch geil wie die ganze Halle den Scheiß mitsingt. (und ich hab hier beim Schreiben nen fiesen Ohrwurm ;-) Richtig gut und überzeugend.

 

Philipp: Oh no, Bruno! Ach ja, MGLA. Ich höre, dass viele diese Band mögen und es gerade begrüßen, dass sie auf dem HELL OVER HAMMABURG spielen, weil sie dies dem rechten Spektrum „entreißen“ würde. Ich weiß ja nicht… Andere Quellen meinen, dass MGLA nicht nur „kleine Jugendsünden“ begangen hätten, sondern bewusst auf Grauzonenlabels veröffentlicht hätten (Northern Heritage) und dass zwei ihrer Mitglieder in eindeutigen NSBM-Kacki-Kapellen zocken (Clandestine Blaze, Kriegsmaschine). Bereits kurze Recherchen zeigen dann auch Querverbindungen zu richtig übler rassistischer und sexistischer Scheiße (Blutreinheit-Label, Satanic Warmaster-Split…). Ich hab dann schon gar keinen Bock mehr drauf, mir das anzuhören. Mir zeigt ein kurzer Besuch des Konzerts aber auch: Dit ist eh ziemlich belanglos. Die x-ten Kapuzenheimer delivern null. Ich habe häufiger gehört, dass MGLA mit UADA verglichen werden (oder umgekehrt), aber MGLA sind ja nicht ansatzweise so geil! Kann man jetzt natürlich auch damit erklären, dass ich die Band von vorneherein nicht gut finden wollte. Stimmt ja auch: Wenn eine Band rechtsoffen ist, dann ist es völlig egal, ob sie „gute Musik macht“. Einfach weg damit. Und eine der zum Glück zahlreichen guten Bands hören, die das nicht nötig hat.

Torsten: Wiederum hat das HoH ein Highlight gesehen. Die Fans singen und jubeln noch lange nach dem Auftritt. Doch abermals nähert sich Schwärze – diesmal aus Polen. Nicht unumstritten sind MGLA; Grauzone oder sogar Faschos? Ihre Plattenfirma ist da wohl kein unbeschriebenes Blatt. Was die Band angeht, zähle ich auf den gesunden Menschenverstand der Veranstalter. Ich kann mir bei denen nicht vorstellen, dass die sich einen Nestbeschmutzer ins HammaBoot holen. Von daher sehe ich dem Gig der Polen relativ gelassen entgegen. Ich mag ja deren letzte Scheibe sehr. "Exercises In Futility" bringt eine gewisse neue Klangfarbe ins Black-Metallische-Paralelluniversum. Dass das Ding schon 2015 rauskam, merkt man ihm nicht an. Platte und Band sind seitdem stets angesagt. Nun also live. Unheilvolle, kalte blau-grüne Beleuchtung erzeugt die passende optische Untermalung zum Sound der Band. Ohne Ansagen, ohne Kommunikation werden Stücke vom erwähnten Album zelebriert aber das Erkennen der Riffs, das Flirren der Harmonien und das äußerst prägnante Schlagzeugspiel erzeugen eine Welle der Wärme und einige Gänsehäutchen. Die Gitarrenharmonien die nicht zu sehr im Vordergrund stehen, aber immer präsent an den Ohren vorbeisirren, sind immer wieder packend. Selbiges gilt für's geile Schlagzeugspiel – schnell, versiert und verspielt. Hach! Wie geil! Verzückt lasse ich die schwarzen Klänge über mich ergehen, tauche ab in den Sound. Irgendwann verabschieden sich die schwarz maskierten Kapuzenfreaks und ich hab noch lange nicht genug ... - naja, auf dem PARTYSAN seh ich sie ja wieder. Up the Hoods!  

 

Torsten: Viele auswärtige Gäste übernachten in Hamburg im Hotel oder bei Freunden. Mich und einige andere Kieler treibt es allerdings nach Hause und so fahren wir per Bahn zurück und lassen dort den Festivaltag Revue passieren. Noch ein leckeres Wegbier und ein paar "Alkie-Kekse" (salziges Elektrolyt Gebäck) und die Stimmung könnte prächtiger nicht sein. Das sieht der Schaffner wohl nicht so und bei der Fahrkartenkontrolle werden wir quasi angezählt, denn auf dem Ticket stehen nur zwei Personen (wir sind zu dritt). Das gibt ein "dududu", bis sich herausstellt, dass es sich um das Ticket vom Vor-vortag handelt, als man vom HoH-Warm-Up-Gig returnte. Tja, wer lesen kann ... Wir haben natürlich das richtige Ticket parat und so zieht der Bahnsklave ne Flunsch und verkrümmelt sich. Mittlerweile sind wir bestens gelaunt in Neumünster gelandet, und ich weiß nicht, wer auf die Idee kommt, aber plötzlich erschallt das "Neumünster-Lied" von Gunther Gabriel. Ach du Scheiße, was ist das denn?! Fürchterlich banale Reime über "diese tolle Stadt" und ein Billo-Schlager-Beat aus dem Rechner lassen meine Kinnlade und meine Mundwinkel gaanz schnell nach unten wandern. Wir lachen uns über diesen Blödsinn schlapp, albern rum und merken nicht wie der anfahrende Zug ein grade geöffnetes Pils in unseren Schoß segeln läßt. Bierdusche galore! Noch mehr Gelächter und der Versuch, alles in Sicherheit zu bringen was nicht nass werden darf. Aber alles gut, irgendwann rollen wir in Kiel ein, nicht ohne uns schon auf den zweiten Teil des HoH zu freuen (das hat echt schon was kindisches ;-) Ein Festival der guten Laune sozusagen! Bis gleich HoH ...

 

Philipp: Weiter geht’s demnächst mit Tag 2!  

Kommentare   

+1 #2 Torsten 2019-03-11 21:23
Scheiß brauner Sumpf! Tief, dreckig und erbärmlich! Da vergeht einem echt alles! :-x :sad:
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+1 #1 Philipp 2019-03-11 13:59
Durch den Beitrag von Torsten ist der Artikel zum Doppelbericht geworden. Geil!
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